die Geburt ist ein natürlicher Vorgang

Seit Jahrtausenden werden Babys geboren. Alles was du hast es bereits in dir. Eine Geburt verläuft intuitiv. In der Regel muss von außen nicht eingegriffen werden, wenn die äußeren Umstände die natürliche Geburt nicht blockieren. Häufig sind die Umstände in denen wir gebären alles andere als förderlich für den natürlichen Geburtsvorgang. Daher ist es unglaublich wichtig, dass du dich damit auseinandersetzt. 

Atmung

Atmen ist Leben. Während der Geburt ist die Atmung deine wichtigste Unterstützerin. Sie kann dir als Anker zur Entspannung dienen und die Schmerzentstehung beeinflussen.  Es ist wichtig die Atmung frei fließen zu lassen, um die Vorgänge in deinem Körper optimal zu unterstützen und dein Kind mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. 

Einleitung

Der Entbindungstermin ist ein Termin der vielen Schwangeren sehr viel Stress bereitet. Dabei werden nur etwa 4 % der Kinder am errechneten Termin geboren. In Wirklichkeit handelt es sich um einen Entbindungszeitraum. Dieser Zeitraum erstreckt sich von der 37. Schwangerschaftswoche bis zur 42. Schwangerschaftswoche. In der Realität ist es so das du ab dem Entbindungstermin täglich ein CTG bei deinem Arzt bekommst und der Stress beziehungsweise Erwartungsdruck täglich steigt.

Dein Baby kommt, wenn es bereit ist. Eingeleitete Wehenn sind nicht zu vergleichen mit natürlich einsetzenden Wehen. Zur Unterstützung kannst du dein Baby freundlich einladen. Küssen, Sex oder viel laufen können dabei helfen die Geburt zu unterstützen. Aber am Ende wird die Geburt erst stattfinden, wenn dein Baby einen ganz bestimmten Hormoncocktail ins Blut abgibt, was das Signal für deinen Körper ist, dass es geboren werden will.

Geburtsposition

An welcher Position denkst du, wenn du an Geburt denkst? 90 % der Frauen denken an eine Geburtsposition im Liegen. Auf dem Rücken oder auf der Seite. Diese Positionen sind aber keine gute Wahl. Am besten machst du dir die Schwerkraft zu nutzen, indem du eine aufrechte Geburtsposition einnimmst. Das kann kniend, in der Hocke oder hängend in einem Tuch sein. Wenn du dir Geburten bei Naturvölkern anschaust, wirst du sehen, dass die Position stets aufrecht ist. Hier kann dir dein Geburtsbegleiter eine wertvolle Stütze sein, in dem du dich an ihn anlehnst oder dich in seine Arme hängst.

Geburtsstillstand

Im Falle eines Geburt Stillstandes ist es manchmal sinnvoll dich einfach zu entspannen. Nichts zu tun. Denn ein Geburtsstillstand ist evolutionsbiologisch gesehen eine sinnvolle Sache, wenn die Bedingungen plötzlich ungünstig werden um dein Baby sicher zu gebären. Diese ungünstigen Bedingungen können zum Beispiel sein, dass ihr euch im Krankenhaus befindet, dass ein CTG geschrieben wird, dass du eine Untersuchung bekommst die eventuell schmerzhaft oder unangenehm ist (Muttermund).

Was in diesen Situationen wirklich hilft, ist Ruhe. Eine vertrauensvolle Umgebung und eine Person die dich beruhigt. Auch die Förderung der Oxytocin Produktion durch Küssen Brustwarzenstimulation bringt die Geburt oft wieder in Gang.

Abnabeln

Das Abnabeln deines Babys nach der Geburt hat auf jeden Fall Zeit bis die Nabelschnur auspulsiert ist. Das Auspulsieren ist für dein Baby wichtig, weil es bei sofortiger Abnabelung circa ein Drittel weniger Blut in seinem Kreislauf hat. Manche Babys werden gar nicht abgenabelt. Die Plazenta bleibt mit dem Kind über die Nabelschnur verbunden bis die Nabelschnur von selbst abfällt. Diese Geburt nennt man Lotus Geburt.

Bonding

Das Bonding von Mutter und Kind findet innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt am intensivsten statt. Das ist vor allem wichtig, wenn es sich um eine Bauchgeburt handelt. In diesem Fall kann der Vater der wichtigste Bindungspartner für das Kind in den ersten Stunden sein.

Für das Bonding ist eine entspannte Atmosphäre förderlich. Alle Untersuchungen, die nach der Geburt mit dem Kind stattfinden haben, Zeit so lange es dem Kind und der Mutter gut geht. Deswegen vermessen und waschen kann auch noch nach ein bis 2 Stunden stattfinden. Dein Baby mag es am liebsten Haut auf Haut zu kuscheln. Dieser intensiver Körperkontakt hat noch viele weitere Vorteile wie zum Beispiel Förderung der Milchproduktion durch Bildung von Oxytocin.

Stillen

Lege dein Baby so früh wie möglich an. Es will intuitiv zur Brustwarze. Stillen ist und bleibt die beste Nahrung für dein Kind. Zudem fördert es die Nachgeburt. Auch hilft Stillen der Gebärmutter dabei sich zu verschließen. Das wirst du daran erkennen, dass du deine Nachwehen stärker spürst.

Verzweifle nicht, wenn das Stillen nicht auf Anhieb klappt. Zu Beginn ist die Menge, die dein Baby braucht ganz gering. Die Menge passt sich dem Bedarf deines Babys an. Daher ist es ganz wichtig, dass du dein Baby immer anlegst, wenn es möchte. Der Milcheinschuss kommt nach circa 3–5 Tagen. Der gängige Rat ist es, Schnuller und zufüttern durch die Flasche zu vermeiden da es zu einer Saugverwirrung bei deinem Baby kommen kann.

Wochenbett

Das Wochenbett ist eine ganz besondere Zeit für dich und dein Baby. Nimm dir diese Zeit. Vermutlich wird es eine große Umstellung für euch als Familie werden. Überlege dir genau, welchen Besuch du in dieses empfindliche Gleichgewicht einladen möchtest. Vertraue auch hier vor allem auf deinen Instinkt. Du bist die Expertin für dein Baby. Ganz egal was die gängige Meinung ist, entscheide immer so dass es sich für dich stimmig anfühlt. Sei es die Häufigkeit des Stillens, das Schlafen im Familienbett, das ständige Tragen deines Babys, der Beginn der Beikost und so weiter.

Open chat
1
Hallo, wie schön dass du da bist! Wie kann ich dir helfen? Schreibe mir gerne